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Workshop 1: Sozial-emotionale Annäherung: "Pädagogische Annäherung an die (Förder-)Bedarfe von jungen Menschen mit Fluchtgeschichte"

Workshop 1:

Sozial-emotionale Annäherung:

„Pädagogische Annäherung an die (Förder-)Bedarfe von jungen Menschen mit Fluchtgeschichte“

(Leitung: Lisa Schneider)

Angesichts der aktuellen Debatte um die verstärkte Einwanderung geflüchteter Menschen wird die Diskussion um die gesellschaftlichen Aufnahmekapazitäten laut und gleichsam eine angebliche „Obergrenze der Inklusionsmöglichkeiten“ beschworen. In Anbetracht der Tatsache, dass sich unter den Geflüchteten auch viele junge – begleitete oder unbegleitete – Menschen befinden, wird es eine zentrale pädagogische Herausforderung der nächsten Jahre sein, die Arbeit mit jungen Menschen mit Fluchtgeschichte inhaltlich zu gestalten. Der fachliche Diskurs endet bislang leider bei Fragen der Altersfeststellung, der Inobhutnahme und des Clearingverfahrens. Die konzeptionelle Auseinandersetzung mit den Themen Flucht und Vertreibung sowie die Entwicklung fachlicher, pädagogischer Standards haben jedoch zu wenig Beachtung gefunden. Das Sozialgesetzbuch VIII normiert den Auftrag der Jugendhilfe, das Recht auf Bildung und die Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung für alle jungen Menschen umzusetzen – das gilt auch für (un-)begleitete minderjährige Geflüchtete. Ihre Ziele und Bedürfnisse unterscheiden sich dabei nur wenig von denen anderer junger Menschen, denn auch sie benötigen eine feste Bezugsperson, einen geregelten Zugang zu Bildungsinstitutionen, ein ansprechendes Freizeitangebot und das Gefühl, in dieser Welter erwünscht zu sein.  Wie kann also inklusive Bildung im Sinne einer Pädagogik der Vielfalt gelingen und welchen Beitrag kann die (Jugend-)Bildungsarbeit hierzu leisten? Wie kann der Weg von einer bloßen Zufluchtsgesellschaft zu einer inklusiv handelnden Aufnahmegesellschaft geebnet werden? Dieser Beitrag greift die Frage nach den Gelingensbedingungen einer reflektierten, kultur- und migrationssensiblen Praxis pädagogischen Handelns auf, die die jungen Geflüchteten zur Bewältigung des kritischen Lebensereignisses Fluchtgeschichte und einem selbstständigen Leben ermächtigt.  Dargestellt werden auch die Herausforderungen, die sich ergeben, wenn gesellschaftliche Vorurteile und stereotype Barrieren nicht abgebaut werden können.