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Lehrerbildungstag 2011

Lehrerbildungstag 2011

Thema: Kooperation zwischen Schule und Universität

 

Der 6. Lehrerbildungstag wurde vom DoKoLL in Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung Arnsberg ausgerichtet. Im Fokus der Veranstaltung stand die Vorstellung von Kooperationsprojekten zwischen einzelnen Schulen der Region und lehrerausbildenden Fächern der TU Dortmund.

Übergeordnetes Ziel war es einen fachlichen Austausch zwischen Lehrerbildnern aus Schule, Studienseminar und Universität zu ermöglichen, der den Anfang einer langfristigen Kooperation und Qualitätssicherung einleiten soll.

Eröffnet wurde der Lehrerbildungstag 2011 von Prof. Dr. Hußmann, Direktor des DoKoLL, der die Gelegenheit nutzte, das DoKoLL samt seiner neuen Tätigkeiten und Aufgabenbereiche vorzustellen. Das kommende Praxissemester als Chance zur Verknüpfung von Theorie und Praxis zu begreifen und diese gemeinsam mit den Schulen und Studienseminaren zu nutzen, ist eine der Perspektiven des DoKoLL, die besonders hervorgehoben wurde.

Ebenso einführend und thematisch anknüpfend referierte Prof. Dr. Grünzweig, Prorektor für das Studium der TU Dortmund, über einen wissenschaftlicheren Zugang zur Lehrerbildung, der im Rahmen des LABG 2009 verwirklicht werden soll. Er sah den Lehramtsstudierenden als intellektuellen Partner und die Zukunftsperspektive des DoKoLL bei der Weiterentwicklung von Kooperationsmöglichkeiten zwischen Schule und Universität.

Von der Bezirksregierung Arnsberg sprach Frau Dr. Grzonka, Ansprechpartnerin für die Lehrerausbildung am Studienseminar, und veranschaulichte mit dem Vergleich der Lehrerausbildung mit einer Zugfahrt, dass man gemeinsam (Schule, Studienseminar und Universität) lenken und steuern muss, um erfolgreich am Ziel anzukommen: die bestmögliche Lehrerausbildung.

Der anschließende Vortrag von Dr. Karl- Oswald Bauer, Leiter des Zentrums für Empirische Bildungsforschung und Fachdidaktik (ZEBiD) an der Universität Vechta, behandelte das Thema „Synergien nutzen – Kooperationen zwischen Schule und Universität“. Dr. Karl-Oswald Bauer stellte neben den Kooperationsformen auch das Selbstbild des Lehrers in den Vordergrund und bezog sich dabei primär auf den Lehrer als ‘reflektierenden Praktiker‘. Er setzte das ‘professionelle Selbst‘ in Beziehung zu Universität und Schule und betrachtete zugleich Schule und Universität als kooperierende und austauschende Partner, die beide auf das professionelle Selbst einwirken. Den Effekt der Kooperation zwischen Schule und Universität bezeichnete er als substanziell. Diese Hypothese empirisch zu fundieren, sieht er als Forschungsfrage- und Aufgabe für die Zukunft. Die zum Vortrag gehörende Präsentation stellt Karl-Oswald Bauer freundlicherweisezur Verfügung (http://www.karl-oswald-bauer.de/Synergien2011kurz.pdf).

Nachdem gemeinsamen Fachtagungsprogramm im Hörsaal, gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die jeweils gewählten Workshops und bekamen dort Einsicht in die verschiedensten Kooperationsprojekte. Die Workshops wurden in 11 verschiedenen Domänen angeboten, vertreten waren Projekte aus der Mathematik, Chemie, Naturwissenschaft, Informatik, Kunst/Textilgestaltung, Kunst, Musik, Berufspädagogik und zusätzlich zwei fächerübergreifende Projekte.Die Ergebnisse der Workshops wurden auf Plakaten zusammengestellt und konnten im Foyer im Zuge eines Museumsgangs begutachtet und diskutiert werden.

Um den Tag abzuschließen und auch abzurunden, trafen sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einer Podiumsdiskussion, die von Frau Dr. Arens-Voßhege, Leiterin des Praktikumsbüros für Lehramtsstudiengänge, moderiert wurde. An der Diskussion nahmen Vertreter von Studienseminaren, Fachdidaktiken und Schulen teil, als auch der Direktor des DoKoLL Prof. Dr. Hußmann. Gemeinsam wurden die Ergebnisse der Workshops und des gesamten Tages – in Anlehnung an den Vortrag von Karl-Oswald Bauer über Synergieeffekte und Ziele von Kooperation – diskutiert und unter Einbindung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer Ideen für zukünftige Kooperationen und konkrete Vernetzungsmöglichkeiten gesammelt.

Besonders die Podiumsdiskussion machte deutlich, dass bei der Kooperation alle Partner – Schulen, Studienseminare und Universität – gleichberechtigt miteinbezogen werden müssen und dass regelmäßig organisierte Treffen zwischen den Partnerinnen und Partnern häufiger werden sollten, um Kooperationswege zu erleichtern und zu beschleunigen.